1965 / 1966
  Herbert Oenning und Marlies Lübbering << zurück zur Liste
 
 

Throngefolge:


Hans Nink und Rita Lübbering,
Theo Lübbering und Ursula Uepping,
Gregor Oenning und Marlies Rudde,
Günther Kaling und Ursula Schroer

 

 

 

 
 
 
 
   
 
   
 

Bei Regenwetter wird im Saal gefeiert
König Herbert Oenning regiert beim nassesten Schützenfest seit Jahren

Ramsdorf. Die Schlacht ist geschlagen. Die Walburgis-Schützen haben ihr Fest mehr oder weniger „naß“ über die Bühne gebracht. Selbst die ältesten Schützenbrüder können sich nicht dran erinnern, jemals so ein verregnetes Schützenfest gefeiert zu haben.
Vollzählig marschierten die Walburgis-Schützen am Samstagabend zur Gefallenenehrung zum Ehrenmal. Zum Gedenken der Gefallenen der beiden Weltkriege wurden Kränze niedergelegt. Schützengeneral a.D. Kipp hielt die Gedenkrede. Alle die diese würdevolle Feierstunde schon mal miterleben durften, wissen um den tiefen Ernst, der trotz der herrschenden Festtagsfreude dieser Stunde das Gepräge gibt. Höhepunkt des ersten Tages war der Zapfenstreich auf dem Burgplatz, ausgeführt von der Ahauser Stadtkapelle und dem Ramsdorfer Spielmannszug, dessen Tambourmajor  Bernhard Lehmkuhl in diesem Jahr seine Mannen besonders gut auf Zack hatte. Zuschauer aus Nah und Fern geizten nicht mit Applaus.
Nach dem gemeinsamen Festgottesdienst am Sonntagmorgen wurden zahlreiche verdiente Vereinsmitglieder ausgezeichnet. Aus der Hand des Alterspräsidenten Alois Funke nahm Präsident Alfons Schlüter einen Orden für langjährige treue Dienste entgegen. Die gleiche Auszeichnung erhielt Ludger Selting. Präsident Alfons Schlüter überreichte seinerseits Alterspräsiden Alois Funke, Ehrenpräsiden Engelbert Ebbeler und General a.D. Kipp als besondere Auszeichnung je ein Bild von der Ramsdorfer Burg. Ferner wurden für langjährige Mitgliedschaft und Mitarbeit folgende Offiziere geehrt: Josef Häming, Josef Strüwing, Günter Hilgenberg, Josef Lüdiger, Paul Hüning, Erich Althaus und Heinz Brumann. Mit dem Umzug durch die Stadt und den sich anschließenden Frühschoppen war der Vormittag reichlich ausgefüllt. Der Nachmittag und der folgende Abend gehört nochmal den regierenden Majestäten König Robert und Königin Ingried. 
Schon das Wecken am frühen Morgen des Montags stand ganz im Zeichen des „Wassermannes“,  des Regenwassermanns“. Dicke Wolken waren gar nicht dazu angetan, richtige Festtagsstimmung aufkommen zu lassen. Der bei den Schützen si beliebte Gang zur Vogelstange wurde ein Opfer des nicht enden wollenden Regens. Ein Bauaufzug unmittelbar am Zelt wurde aufgestellt, ersetzte die sonst übliche Stange. Starker Regen verhinderte den Schützen den klaren Blick zum Vogel und so war es nicht verwunderlich, daß erst nach den256. Schuß der Vogel seinen Standort wechselte. Vielumjubelter Schützenkönig wurde wie schon berichtet, Herbert Oenning. Zu seiner Königin erkor er sich Fräulein Marlies Lübbering. Zum weiteren Throngefolge gehören Rita Lübbering Marlies Rudde, Ursula Üpping, Ursula Schroer, Hans Ninck, Gregor Oenning, Theo Lübbering und Günter Kaling.
Die Schützenbrüder ließen es sich partout nicht nehmen, am Nachmittag durch eine zackige Parade dem Herrscherpaar nebst Gefolge die nötige Reverenz zu erweisen. Als schnelle Parade – die Schützenbrüder liefen im Laufschritt – wird sie in der Chronik des Ramsdorfer Schützenvereins eingehen. Der Jugendliche Anmut des Thrones und der Wille der Schützenbrüder, die Feste feiern wie sie fallen, ließen die Wogen der Heiterkeit bis zum frühen Morgen des Dienstags rollen, wo ein großer teil der Feiernden beim Nachhauseweg von einem strahlenden Sonnenaufgang begleitet wurden.

B.Z. Bericht vom 14. Juli 1965