1982 / 1983    
Rudolf Hölter und Margarete Seyer << zurück zur Liste  
     


Throngefolge:

Helmut Seyer und Hedwig Hölter,
Georg und Ursula Reuter
Alfons und Resel Flasche,
Josef und Agnes Pöpping,
Gerd und Ursula Leiting,
Alois und Beate Föcking,
Rudolf und Ursula Schlüter,
Ludwig und Renate Ebbing,
Franz und Beate Ebbeler,
Helmut und Irmgard Lüdiger,
Helmut und Thea Bülten,
Bernhard und Ulla Ebbing,
Clemens und Delia Bröker,
Hermann und Brigitte Grevenbrock,
Christoph und Marita Funke.

 

 


 
     

 

 

Die drei besten Schützen:

Krone: Ludger Rave,
Zepter: Pastor Bernhard Hüning,
Apfel: Gerd Leiting.

 
     
   
     

 
     
     
   
     

 
     

Rudi und Margret regieren in Ramsdorf.

Velen-Ramsdorf: Als  Prophet betätigte sich gestern Vormittag der Präsident des Allgemeinen Bürgerschützenverein Ramsdorf, Josef Lehmkuhl, im Gespräch mit der B.Z: „Um 13 Uhr ist der Vogel weg von der Stange“ erklärte er mit Kennerblick und schien sich dabei seiner Sache ganz sicher. Er hätte wohl auch recht behalten, wenn nicht kurz vor 13 Uhr ein starker Regenschauer dem treiben unterhalb der Vogelstange ein schnelles Ende bereitet hätte. Erst nach längerer Pause konnte Schießmeister Hubert Hovermann die Büchsen wieder laden und weiter ging das frohe Treiben. Der Kreis der ernsthaften Bewerber war zwischenzeitlich auf vier Schützen zusammen geschrumpft und zwar: Rudi Hölter, Christoph Funke, Hermann Grevenbrock und Clemens Bröker. Jeder von ihnen gab sein Bestes, doch war es schließlich Rudi Hölter vorbehalten, den Königsschuß anzugeben. Groß war der Jubel. Beifall gab es natürlich aus dem Lager derjenigen, die vorher das von Vogelbauer Heinz Hilgenberg angefertigte Holztier „weichgeschossen“ hatten. Dazu zählte auch Pastor Hüning, der das Zepter abgeschossen hatte. Den Reichsapfel hatte Gerd Leiting erfolgreich anvisiert, und die Krone fiel nach einem Treffer von Ludger Rave. Gestern Nachmittag bei der Parade zeigte sich auch die Königin des Jahres 1982, Margret Seyer, dem Volke, und auch ihr galten die Hochrufe, die immer wieder aufbrandeten. Wir kommen auf das Festgeschehen noch zurück.

 
   
B.Z. Bericht vom 28. Juni 1982  
   

 
   

Ramsdorfer feierten ein rauschendes Schützenfest
Musikparade und großer Andrang unter der Vogelstange

Velen-Ramsdorf. „Es war ein berauschendes Fest in allen Belangen.“ Mit diesem Kommentar versah gestern Vormittag der Präsident des Ramsdorfer Bürgerschützenvereins St.Walburgis , Josef Lehmkuhl, die zurückliegenden drei Schützenfesttage. Obwohl sich das Wetter phasenweise sehr günstig zeigte, ließen sich die Ramsdorfer die Stimmung nicht verwässern. Sie feierten kräftig mit, und so wurde auch das Schützenfest 1982 zu einem großen Volksfest.
Das Festgeschehen nahm am Samstag mit der Gefallenen-Ehrung seinen Anfang. Schützenpräsident Lehmkuhl hielt die Ansprache und richtete dabei einen eindringlichen Apell an die Staatsführer in aller Welt, ihr Hauptaugenmerkt nicht auf die Auf und Abrüstung zu richten, sondern auf die Wahrung des Friedens. Danach verlagerte sich das Geschehen auf dem Marktplatz, wo der Spielmannszug Ramsdorf unter der Leitung von Bernhard Lehmkuhl sowie die Weseker Musikkapelle den großen Zapfenstreich intonierten. Der Festball beschloß dann das Geschehen dieses Tages.
Am Sonntag  mußten die Schützen schon relativ früh aus den Federn. Bereits um 8:30 Uhr begann nämlich der Gottesdienst in der Ramsdorfer Pfarrkirche. Die Mitglieder von Vorstand und Offizierscorps gaben sich anschließend ein feucht-fröhliches Stelldichein beim noch amtierenden Herrscherpaar Constantin Lövels und Ursula Leiting. Bein Frühschoppenkonzert traf man sich dann wieder, und bei den flotten Weisen des Ramsdorfer Spielmannszuges und des Musikvereins Weseke vergingen die Vormittagsstunden wie im Pflug. Im Verlauf des Geselligen Beisammenseins erfolgte auch die Ehrung verdienter Mitglieder. Für eine weitere Programmlockerung sorgte die Tanzgruppe der Ramsdorfer Altengemeinschaft, die bei ihren Debüt recht gut ankamen. Die Musikparade, die Sonntagnachmittag stattfand, setzte einen weiteren farbenprächtigen Höhepunkt im Festgeschehen. Eine britische Musikkapelle aus Münster und niederländische Musikanten aus Winterswijk spielten im schnellen Wechsel bekannte und beliebte Melodien und als beide Klangkörper schließlich gemeinsam „Alte Kameraden“ intonierten, kannte der Jubel der zahlreichen Zuschauer keine Grenzen mehr. Im Festumzug ging es dann zurück ins geräumige Zelt, das dann am Abend wieder alle Burgstädter unter einem Dach vereinte. Über das Geschehen am Montag berichteten wir bereits in der gestrigen Ausgabe ausführlich. Nachzutragen währe noch , das unterhalb der Vogelstange ein Andrang wie selten zuvor herrschte. Auch Vereinspräsident Lehmkuhl wußte sich darauf keinen Reim zu machen. „Jeder wollte halt Schützenkönig werden“, meinte er gestern im Gespräch mit der BZ, nachdem wir ihn schon rechtzeitig aus den Federn geklingelt hatten.
Den erfolgreichen Schuß gab schließlich nach längeren Wettkampf Rudi Hölter ab. Er erwählte sich Margarete Seyer zur Mitregentin und gemeinsam bestimmte man folgende Damen und Herren für das Throngefolge: Helmut Seyer und Hedwig Hölter, sowie die Ehepaare : Rudolf Schlüter, Helmut Bülten, Helmut Lüdiger, Josef Pöpping, Alfons Flasche, Georg Reuter, Aloys Föcking, Bernhard Ebbing, Franz Ebbeler, Clemens Bröker, Christoph Funke, Hermann Grevenbrock, und Ludwig Ebbing. Miteinander führte man nach der Parade führte man nach der Parade auf dem Sportplatz die große Schützenfamilie und alle, die ihr gut gesonnen sind, durch eine rauschende Ballnacht, die für zahlreiche Beteiligte erst in den frühen Morgenstunden des gestrigen Dienstag zu Ende ging.

B.Z. Bericht von 30. Juni 1982