1987 / 1988
  Bertholt Selting und Ingrid Lehmkuhl << zurück zur Liste
   
 

Throngefolge:

Daniel Lehmkuhl und Monika Selting,
Jürgen und Dagmar Hilgenberg,
Ortwin und Regina Selting,
Christoph und Edith Tegelkamp,
Hermann und Conny Grave,
Detlef und Simone Lübbering,
Erwin und Edeltraud Schücker,
Norbert Selting und Monika Bröker-Selting,
Martin und Gagi Hilgenberg,
Martin Schlattmann und Lydia Sühling,
Wolfgang Sieverding und Birgit Schlattmann-Icking.

 

 

 

   
 

Die drei besten Schützen:

Krone: Norbert Selting,
Zepter: Udo Selting,
Apfel: Dieter Hinricher.

   
   
     
 
   
 

Junger Thron brachte Schwung ins Festzelt
Marken für die Fahnen

Velen-Ramsdorf (hhk). Am Morgen danach fand der Vorsitzende der Ramsdorfer Walburgisschützen, Konstantin Löwels, nur lobende Worte. Sein Fazit viel prächtig aus: „Das diesjährige Schützenfest war bombig, so viele Teilnehmer hatten wir noch nie.“ Drei Tage lang hatten die Ramsdorfer mit ihren vielen auswärtigen Gästen gefeiert, sich unter das Kommando von zwei Herrscherpaaren gestellt und das Motto „Ordnung - Eintracht – Frohsinn“ mit Leben erfüllt. Sozusagen zur Nachlese trafen sich gestern die Offiziere und Vorstand „in legerer Kleidung“ (Löwels), ließen die wichtigsten Stationen des Schützenfestes `87 Revue passieren, säuberten das Umfeld an der Vogelstange und natürlich die eigenen Kehlen.
Böllerschüsse hatten am späten Samstagnachmittag lautstark unterstrichen, um was es ging. Traditionsgemäß besannen sich die Ramsdorfer vor dem feuchtfröhlichen Treiben der eigenen Geschichte, gedachten der verstorbenen Mitglieder und begaben sich auf dem Marktplatz zum großen Zapfenstreich. Die Velener Happy-Sound Bigband sorgte für den Musikalischen Schwung und die Tanzenden ließen den Boden im Festzelt erzittern. Mit von der Partie cirka 50 Gäste aus Gierath, die der VFL Ramsdorf mit dem Schützenfest à la Ramsdorf vertraut machte. Am Sonntag setzte die große Musikparade und der zünftige Festball, in dem die Majestäten Hein Lehmkuhl und Mariechen Kreielkamp im Mittelpunkt standen, die Akzente. Gerngesehener Throngast war das Silberpaar aus dem Jahre 1962. Damals hatte Bernhard Bone das Ringen an der Vogelstange für sich entschieden. Keine Frage, das die ehemaligen Regenten Anekdoten zum besten gaben. An diesem Abend wurden auch schon die nächsten Namen der Nachfolge auf dem Königsthron 87/88 gehandelt. Noch ein wenig müde stiegen die wackeren Schützen am Montagmorgen aus den Betten und marschierten zur Vogelstange in den Stadtwald. Als dann Berthold Selting mit einen satten Schuß den Schlußpunkt setzte, fiel es Altkönig Heinz auch nicht schwer seinen jungen Nachfolger die vier Kilogramm schwere Königskette um den Hals zu legen. Hein Lehmkuhl: „Wenn man die Kette mehrere Stunden trägt, dann zieht einen das ganz schön runter.“ Zu den eifrigsten Mitbewerbern an diesem Tag zählte übrigens Norbert Selting, seinen Zeichen Klotzkönig `87. Ihm blieb das Double versagt. Präsident Löwels: „Der junge Thron mit Ingried Lehmkuhl und Berthold Selting an der Spitze schlug ein.“ Doch bevor die Schützen vor dem neuen Herrscherpaar antraten, hatten die verantwortlichen, so berichtete der Präsident noch ein kleines Problem zu lösen. In einem unbeobachteten Moment bemächtigten sich zwei Frauen der Vereinsfahnen. Biermarken-Argumente, überzeugten die beiden schließlich. Sie rückten das Diebesgut wieder raus. Von einem zünftigen Ball unter der jungen Garde berichteten Teilnehmer am Dienstag. Von Tischen und Stühlen herab präsentierte sich ein junger Thron zur vorgerückter Stunde mit Elan. Ein Beobachter vor Ort: „Wir haben den König sicher nach Hause begleitet.“

B.Z. Bericht vom 15.07.1987