1988 / 1989
Andreas Lehmkuhl und Beate Schroer
  << zurück zur Liste
         
 

Throngefolge:

Axel Schroer und Heike Lehmkuhl,
Heinz und Doris Leiting,
Horst und Martina Holtzum,
Heinz und Annette Kerkhoff,
Ewald und Marion Laumann,
Alfons und Mechtild Wilmers,
Arnold und Margret Kemper,
Ralf und Angelika Bruland,
Dieter und Anita Hinricher,
Theo und Anne Schroer,
Bernhard und Marlies Deppe,
Norbert und Veronika Schroer.

koenig 1988
     
 

Die drei besten Schützen:

Krone: Winfried Bone,
Zepter: Konstantin Löwels,
Apfel: Norbert Selting.

1988 
     
   
     
    König 1988 
   
 

 

    Silberpaar 2013
     
 
 

Im spannenden Finale schossen zwei Offiziere um die Wette
Andreas Lehmkuhl erlegte das faustgroße Rumpfstück
Beate Schroer auf dem Königsthron / Starke 3. Kompanie / Sonntagswetter

Ramsdorf (hhk). Im Finale griff sich Axel Schroer an die Stirn, sein Rivale im Offiziersrock, Andreas Lehmkuhl, griff zum Fernrohr. Die Umstehenden waren sich einig: Wenn der Reststumpf fällt, dann ist das keine Schießleistung, sondern reines Glück. Um 14:00 Uhr rausche der Jubelschrei durch den Stadtpark. So nennen die Ramsdorfer die Umgebung ihrer Vogelstange. Andreas Lehmkuhl (26) erlegte das lächerliche Reststück-kaum eine Faust groß-mit dem 362. Schuß. Dann griff Präsident Konstantin Löwels zum drahtlosen Mikro: „Der St.-Walburgis-Schützenverein Ramsdorf-Stadt hat einen neuen König.“ An der Seite des neuen Königs hat Beate Schroer das Sagen als Regentin.
Es waren vorwiegend junge Leute die in den Annalen des Vereins eingehen. Das begann schon bei den Böllerschüssen am Samstag Abend. Eine neue Mannschaft drosch da den Ramsdorfer in die Ohren, was die Stunde geschlagen hatte. Der Präsident nicht ohne Stolz über die jungen Kameraden: Sie haben die Prüfung geschafft jetzt sind sie Gesellen. Das müssen die Vereinsmitglieder gut gehört haben, denn wenig später rückten sie an um ihre vier Biermarken abzuholen. Insgesamt gab`s 20 samt Übungseinsatz. Bevor die Schützen ihre Frauen- und natürlich umgekehrt- zu den Klängen der Happy Sound- Bigband im Festzelt über Parkett schoben, hatten sie den bestimmten Teil des Festes hinter sich gebracht. Pastor Hüning predigte und ging auf den Verein und das Schützenfest mit passenden Worten ein. Zum besinnlichen Teil gehört natürlich die Niederlegung des Kranzes am Ehrenmal und das Postenblasen an drei markanten Punkten in der Gemeinde. Der Sonntag war nicht nur im wahrsten sinne des Wortes ein Sonnentag, sondern auch ein Tag mit Sonne, in deren Licht die Alt-Majestäten Berthold Selting und Ingried Lehmkuhl erstrahlten. Die Königin fand im Rückblick alles „ein bisschen Aufregend“, aber es war schön. Altkönig Berthold bekräftigte: „Ich würde wieder schießen.“ Das Königspaar erhielt Rückendeckung nicht nur vom Kegelclub „Klimbim-Kugel“, sondern auch von der Nachbarschaft Reverts Esch, die einen hübschen Bogen setzten und mit der neuen Hooksfahne am Hof auflief, der immerhin bis um drei Uhr Standfestigkeit bewies.
Wie selten zuvor beteiligte sich die dritte Kompanie am Sonntag. Ob die nun für die strapazierte Stimme von Major Bernhard Terfloth verantwortlich sind, muß offen bleiben. Terfloth wollte jedenfalls nichts wissen von seiner Stimme und dementierte sofort: „Mich kann man gut verstehen.“ Gut verstanden haben auch drei Offiziere und vier Vorstandsmitglieder die Ehrung, die ihnen auf Grund ihrer langejährigen Verdienste wiederfuhr. Bereits um sechs Uhr brachte der Spielmannszug den müden Geistern am Morgen danach die Flötentöne bei. Mit von der Partie Bürgermeister Bernhard Lehmkuhl, der in seiner Aufgabe als Tambourmajor immer wieder auch seinen repräsentativen Aufgaben als erster Mann der Gemeinde gerecht werden muß. Fliegender Wechsel von der Uniform in den schwarzen Anzug also. Zu den Schützen, die mit dem einläufigen Jagdgewehr nicht nur den Adler „freischossen“ gehören Norbert Selting (Reichsapfel), Präsident Konstantin Löwels (Zepter)  und Winfried Bone (Krone). Sie erhielten Plaketten in Gold, Bronze und Silber. Schon zehn Minuten nach dem Königsschuss stand die Königin fest, Sie heißt Beate Schroer. Um 17 Uhr präsentierte sich das Königspaar mit einem stattlichen Gefolge nicht weniger als 13 Paaren den Untertanen. Jubel und Anerkennung waren dem Thron unter der neuen Führung gewiß. Als Gemeinschaft sorgten sie dafür, daß das Festprogramm 88 solide und feuchtfröhlich abgeschlossen wurde. Zu den Rhythmen der Instrumentalgruppe Borkenwirthe unter Leitung von Gerd Willing feierten die Ramsdorfer bis in den heutigen Tag hinein. Einige verlängern heut.

     
  B.Z. Bericht vom 12. Juli 1988