1991 /1992
  Johannes Maus und Elke Wissing << zurück zur Liste  
       
 

Throngefolge:

Stephan Westrick und Waltraud Maus,
Wolfgang und Gerda Altenhofen,
Josef und Anne Maus,
Ralf und Eva Oenning,
Heinz und Resel Vehlken,
Franz und Sabine Terfloth,
Karl-Heinz und Christel Maus,
Robert und Andrea Terfloth,
Dieter und Elisabeth Ollrog,
Jürgen und Irmgard Schlüter,
Lambert und Gertrud Langela,
Hubert und Andrea Böing,
Hubertus und Bernadette Limberg.

 

 
       
 

Die drei besten Schützen:

Krone: Norbert Niehues
Zepter: Udo Schlüter
Apfel: Ferdi Schroer

 

 

 

 

 

 
       
 
   
   
 

Küster Johannes Maus gab den Vogel erlösenden Gnadenschuß
J. Maus regiert die Walburgis-Stadt-Schützen / Spannendes Ringen

Ramsdorf (hhk). Der 335. Schuß 13:50 Uhr: Johannes Maus (Bluejeans, rotes Poloshirt, braune Slipper) legte die Büchse energisch an die Schulter und hat das gerupfte Federvieh hoch droben fest im Visier. Ein lauter Knall, das Reststück fällt herab. Maus reist die Arme hoch. Jubel im Ramsdorfer Stadtpark...
Der rührige Küster von St. Walburgis hat das Ringen um die Königswürde für sich entschieden. Vorstand und Offiziere, Freunde und Verwandte schütteln den sichtlich erlösten 39jährigen die Hände. Happyend nach 30 minütiger Krimi-Spannung im Finale. Der frischgebackene König reibt sich die Schulter, die Rückschläge der Schrotflinten nach vielen Schüssen haben ihre Spuren hinterlassen und schmerzen. Im Nu  ist auch die Königin zur Stelle. Sie heißt Elke Wissing (23)... und das Gläschen Sekt schmeckt. Ex König Bernhard Terfloth legt seinem Nachfolger die Kette um. Der Besucherandrang an der Vogelstange im Stadtwald wie nie erfreute die Verantwortlichen der St.Walburgis-Schützen. Die Prominentenschüsse nach den Grußworten des Bürgermeisters (die Höke und Nachbarschaften sollen den Schützen beim wachsenden Aufgabefeld den Rücken stärken) wurden mit viel Ahs und Ohs begleitet. Die Vereinschronisten hielten fest: Udo Schlüter (Zepter) Norbert Niehues (Krone) und Ferdi Schroer (Apfel). Der Vogel fertigte Heinz Hilgenberg und Gerd Leiting. Nach der Feuerpause kristallisierte sich eine fünfköpfige Bewerbertruppe heraus. „Ernste“ Anwärter waren: Hermann Grevenbrock, Heine Schmeing, Berni Storks, und Johann Föcking und nicht zuletzt Johannes Maus. Der 39jährige Küster ist in Ramsdorf bekannt: kommunalpolitisch aktiv, Ansprechpartner im Jugendheim; dem Sport früher intensiv dem Fußball, heute mehr dem Tennis verbunden. Hilfestellung in Sache Benimm benötigt das Amtierende Königspaar nicht. Schließlich hat Mutter Rita der 23jährigen Bänkerin bereits 1975 Thronerfahrung gesammelt und zwei Brüder des Küsters trugen sich als Schützenkönige ebenfalls in der Liste des Verein ein. Pressesprecher Franzen hob beim Rückblick auf das Fest des Jahres besonders den Aufmarsch der Spielleute bei der Sonntäglichen Parade hervor, „ein farbenprächtiges Bild“. Und auch Präsident Konstantin Löwels fand in diesem Jahr kein Haar in der Suppe. Erstmals erlebte das Schützenfest in der Burgstadt auch Gäste aus Malliß im Mecklenburgischen mit. Sie fahren sicher mit viel Eindrücken zurück. Am späten Nachmittag präsentierte sich der vielköpfige Thron um das frischgebackene Königspaar in bester Laune und nahmen die Parade der Schützen ab. Ganz klar das, die Ramsdorfer den tollen Montag zum frühen Dienstag werden ließen. Und die Besucherbilanz des Vereins läßt sich sehen: schließlich lag der Termin – wenige Tage vor dem Ferienbeginn – günstig.

Original Text der B.Z. vom 16. Juli 1991