1961 / 1962
Konrad Meßling und Gerda Hummels
 
 

Throngefolge:

Frl. Agnes Bone,
Frl. Elfi Funke,
Frl. Elisabeth Menning,
Frl. Liesel Beßling,
Herr Ferdi Kerkhoff,
Herr Bernhard Räwer,
Herr Josef Bone,
Herr Josef Meßling.

 

     
 

Die drei besten Schützen:

Krone: Erich Althaus
Zepter: Ewald Selting
Apfel: G√ľnter Hilgenberg

     
    thron_1982
     
   
    Ehrung für den besten Schützen
 
     
 

Ein Sportler entschied das Spiel
Stimmungsvolles Fest ging zu Ende – Kriegerehrung zum ersten Mal im Zelt

Ramsdorf. Mit dem großen, von anhaltender Hochstimmung gezeichneten Krönungsball ging das diesjährige Schützenfest des St. Walburgis. Schützenvereins Ramsdorf-Stadt in den ersten Morgenstunden des Dienstags zu Ende, nachdem am Montagmorgen die Jugend der großen Schützengemeinde nach längerer Zeit wieder einmal die Thronrechte für ihre Generation erkämpft hatte. Konrad Meßling war der glückliche Schütze, der nach hartem „Kampf“ den Rest des vorher noch so stolzen Vogels heruntergeholt hatte. Mit seiner jungen Mitregentin Gerda Hummels führte er dann eine umsichtige Herrschaft über dem zweiten Teil und über den stimmungsvollen Ausklang des Schützenfestes 1961.
Wohl zum ersten Male seit Bestehen des Schützenvereins machte der Wettergott einen dicken Strich durch die Rechnung. Ein anhaltender starker Regen machte die traditionelle Kriegerehrung am Ehrenmal in der Stadt unmöglich. Der Vorstand erwies sich jedoch sehr wendig in der Programmgestaltung. In würdiger Form wurde dioe Ehrung unter Mitwirkung des MGV Concordia und der Städtischen Kapelle Ahaus im Zelt vorgenommen. Kaplan Cornelis hielt die Festansprache, in der die Nöte und Folgen der letzten Kriege bei allen ins Gedächtnis zurückrief und zum Gedenken an alle, die Not, Tod und Leid in diesen Kriegen erfahren haben, aufzeichnete. Auch der große Zapfenstreich wurde von der Städtischen Kapelle Ahaus und dem Ramsdorfer Spielmannszug im Festzelt geblasen, nicht wie vorgesehen – am Kirchplatz. So erfuhr das Samstagsprogramm äußerlichen Änderungen, die jedoch der Würde des traditionsgebundenen Programms keinen Abbruch taten.
Nach dem samstagsregen blieb der Himmel den Ramsdorfer Schützen jedoch während des ganzen Festes gewogen. Das übrige Programm lief bei wohltemperierten Festwetter ab. Sehr zahlreich hatten sich die Gäste aus Nah und Fern am Sonntag eingefunden, um mit der Burgstadt das große Volksfest zu feiern. Das Frühkonzert im Festzelt gab einen großartigen mit Beifall belohnten Rahmen zum Frühschoppen und den verschiedenen Empfängen. Herzlich begrüßt wurde die starke Abordnung des Bürgerschützenvereins „Tell“ aus Essen-Katernberg, die die Festzüge und die Paraden auf dem Menschen umsäumten Sportplatz mitmachte. Mit dem Festball unter der Regentschaft des vorjährigen Königspaares Heinrich Kerkhoff / Elisabeth Meßling klang der Sonntag aus.
In den Morgenstunden des Montags schlug der nimmermüde Ramsdorfer Spielmannszug in den Straßen zum Wecken. In frohgemutem Zug bewegte sich bald die große Schützengemeinschaft zur Vogelstange auf dem Hofe Schulze-Selting, der nun für einen halben Tag das Standortquartier bildete. Neben den bunten Treiben um die konzertierende Kapelle und die Theken setzte bald ein ernsthaftes Ringen um die neue Königswürde ein. Der stolze Vogel mußte schnell Fesern lassen. Die Schützen der Insignien, die am Nachmittag von der Königin als beste Schützen ausgezeichnet wurden, kamen diesmal ausschließlich aus dem Offizierskorps.  Es waren: Erich Althaus (Krone), Ewald Selting (Zepter, Günter Hilgenberg (Apfel). Der Königsschuss selbst aber tat nach ausdauernden Feuer Konrad Meßling, der mit seiner Ausdauer schon so manches mal für die bekannte Ramsdorfer Tischtennismannschaft ein Spiel entschieden hat. Diesmal hatte er seine sonst defensive Taktik in eine offensive umgewandelt, und dabei blieb der Erfolg nicht aus. Nun, am Thron konnte er sogar mit seiner erwählten Mitregentin Gerda Hummels, „Fachgespräche“ führen denn auch sie gehört, wie der größte Teil des Thronstaates überhaut, der Tischtennisabteilung an. Aber man wird wohl bei der ausgezeichneten Feststimmung währen der Parade und den anschließenden großen Krönungsball nicht dazu gekommen sein. So nahm das Ramsdorfer Schützenfest 1961 einen hervorragenden Verlauf getreu dem alten Motto: Ordnung, Eintracht, Frohsinn!.

B.Z. Bericht vom 12. Juli 1961